Nova Scotia (Neuschottland) & Cape Breton – Provinz im Osten von Kanada

Nova Scotia Karte PlanNova Scotia bzw. Neuschottland ist eine Provinz im äußersten Osten von Kanada am und im atlantischen Ozean. Sie besteht aus zwei Teilen: einer Halbinsel und der Insel Cape Breton, die über     einen Damm mit der Halbinsel verbunden ist. Mit einer Fläche von knapp 55.000 km² ist Nova Scotia nach Prince Edward Island (P.E.I.) die zweitkleinste kanadische Provinz (siehe Karte / Plan rechts).
An keiner Stelle innerhalb Nova Scotias ist man weiter als 60 Kilometer vom Meer und der Küste entfernt. Hauptstadt der Provinz ist Halifax, das an der Südküste liegt. Nova Scotia besitzt mehr als 5.400 Seen.

Per Fähre nach Nova Scotia reisen

Fähre Nova Scotia CatDie Anreise per Fähre ist sicherlich die schönste Art nach Neuschottland zu gelangen. Es gibt verschiedene Fährgesellschaften, die Nova Scotia anfahren. Dazu gehören Bay Ferries Ltd., Northumberland Ferries Ltd. und Marine Atlantic. Man kann zum Beispiel von New Brunswick (Kanada), Neufundland (Newfoundland/Kanada) oder auch Maine in den USA starten. Zielhäfen in Nova Scotia sind die beiden größten Häfen Sydney in Cape Breton und natürlich der Hafen der Hauptstadt Halifax. Aber auch zahlreiche kleinere Häfen kann man per Fähre erreichen, z.B. Digby.
Bis 2009 gab es die Möglichkeit mit der Hochgeschwindigkeitsfähre „The Cat“ im Katamaranstil von Bay Ferries Ltd. von Portland oder auch Bar Harbor in Maine nach Yarmouth in Nova Scotia zu fahren. Von Portland aus betrug die Fahrzeit nur knapp 6 Stunden von Bar Harbor sogar nur 3 Stunden. Eine Fahrt mit der CAT Ferry war an sich schon ein spektakuläres Erlebnis, denn der Katamaran erreichte Spitzengeschwindigkeiten bis zu 75 km/h.

Klima und beste Reisezeit für Nova Scotia bzw. Cape Breton

Klima Reisezeit Nova Scotia Cape BretonDie Lage am Atlantik beeinflusst das Klima Nova Scotias wesentlich. Dazu kommen noch die Auswirkungen des Golfstroms, einer warmen Meeresströmung im Atlantik, die an Nova Scotia vorbeifließt. So sind die Winter, im Gegensatz zu anderen Regionen Kanadas, relativ mild und oft auch schneefrei. Ausnahme dabei ist Cape Breton, das von den Temperaturen immer etwas kühler ist und wo auch im Winter oft Schnee liegt. Im Sommer liegen die Durchschnittstemperaturen um die 22°C und auch die zahlreichen Seen haben dann angenehme Badetemperatur.
Hauptreisezeit für Nova Scotia, und damit auch Hauptsaison mit entsprechend hohen Preisen, ist zwischen Juli und August. Unterkünfte aber auch Mietwagen und zum Teil Eintrittspreise für Sehenswürdigkeiten sind in dieser Zeit am teuersten. Wer also seinen Urlaub frei planen kann und Geld sparen möchte sollte diesen Zeitraum umgehen.
Ein besonderes Erlebnis ist der Herbst in Nova Scotia, zur Zeit des Indian Summer, wenn die Blätter der Bäume anfangen, sich bunt zu färben. Dies geschieht meistens Mitte/Ende September und dauert bis Ende Oktober. Dann leuchtet die Landschaft in den verschiedensten Gelb-, Orange- und Rottönen. Zu dieser Zeit sind die Temperaturen meistens noch schön warm mit Mittelwerten zwischen 15 und 18°C.

Sydney (Ostkanada bzw. Nova Scotia) – das Zentrum von Cape Breton

sydney_kanadaSydney Cape Breton Nova Scotia KanadaSydney ist mit rund 25.000 Einwohnern die größte Stadt auf Cape Breton. Es ist auch das Zentrum von Cape Breton und bietet die meisten Einkaufmöglichkeiten, ein Krankenhaus usw.
Zusammen mit den umliegenden Orten Sydney Mines, North Sydney, New Waterford und Glace Bay war diese Region das industrielle Zentrum von Cape Breton. Seit dem Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie in den 60er Jahren werden neue ökonomische Schwerpunkte im Bereich Umwelt und Tourismus gesetzt. Neben dem klassischen Tourismus wird auch die Kreuzfahrt- und Passagierschiffe ein wichtiger Anker für Sydney. Am neu gebauten Pier legen ca. 75 Kreuzfahrt- und Passagierschiffe an, die einen Zwischenstopp in Neuschottland machen. Das bedeutet zehntausende Tagestouristen für die Stadt.
Für Touristen hat die Stadt und deren Umgebung auch einiges zu bieten. Sydney selbst hat aufgrund der bunt gemischten Bevölkerung, die schottische, afrikanische oder europäische Wurzeln hat, ein breites Angebot an kulturellen Festen und Veranstaltungen. In der Umgebung liegt das riesige Open Air Museum Louisbourg (siehe unten), das Bergarbeiter Museum in Glace Bay und das Alexander Graham Bell Museum in Baddeck. Für Naturfreunde bietet die Umgebung von Sydney den Cabot Trail, den Bras d’Or Lake und natürlich den Cape Breton Highlands National Park.

Airport (Flughafen) Sydney (Ostkanada, Nova Scotia)

Sydney besitzt mit dem J.A. Douglas McCurdy Sydney Airport einen Regionalflughafen, der durch die Airlines (Fluggesellschaften) Air Canada Jazz und Westjet tägliche Verbindungen zum Halifax Stanfield Flughafen und zum Toronto Pearson Airport  bietet. Der Flughafen ist auch immer wieder Grund für lustige Schlagzeilen. Es passiert tatsächlich, dass Fluggäste die eigentlich in die australische Metropole Sydney besuchen möchten, falsche Tickets buchen und dann verwundert in Nova Scotia landen…

Louisbourg – Museumsstadt mir französischer Vergangenheit

Louisbourg Kanada Museum Historic FrankreichDie Kleinstadt Louisbourg liegt an der Südostküste der Insel Cape Breton ca. 35 Kilometer von Sydney entfernt. Bekannt ist der Ort aufgrund des Fort Louisbourg, einer wiederaufgebauten Festungsanlage der Franzosen aus dem 18. Jahrhundert. Die Anlage gehört zu den National Historic Sites, die von Parks Canada verwaltet wird. Sie ist die größte rekonstruierte Anlage Nordamerikas und absolut sehenswert. Hier wird Geschichte wirklich lebendig dargestellt. In der Hochsaison wird das Leben im Fort zur Zeit der Franzosen von hunderten Laienschauspielern dargestellt. Bei einem Besuch fühlt man sich wie tatsächlich in diese Zeit zurück versetzt.
Vom Visitor Center (Besucherzentrum) aus, das unmittelbar hinter der heutigen modernen Kleinstadt Louisbourg liegt, fahren regelmäßig Shuttle-Busse zum Fort. Beim Besucherzentrum stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Dort kauft man auch das Eintrittsticket für das Fort. Bequeme Schuhe und eine Jacke bzw. Was zum Überziehen sind zu empfehlen, da die Anlage sehr groß ist und man viel zu Fuß unterwegs sein wird, wenn man alles anschauen möchte. Außerdem weht auf der Halbinsel meistens ein frischer und häufig starker Wind.

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