Kreditkarte in Kanada verloren: So lässt sich der Urlaub trotzdem fortsetzen

Wer eine Reise nach Kanada plant, sollte sich rechtzeitig Gedanken um die Finanzen machen: Die in Deutschland übliche GiroCard ist in Kanada nicht verwendbar, seitdem auf das V-Pay-Verfahren umgestellt wurde – was mittlerweile alle im Umlauf befindlichen Karten betreffen dürfte. Eine Kreditkarte ist deshalb unverzichtbar; wie in den USA auch ist es in Kanada vollkommen üblich, selbst kleinere Beträge per Kreditkarte zu zahlen. Ein Verlust ist gerade deshalb nicht unproblematisch.

Sofortige Sperrung notwendig

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Wenn die Kreditkarte weg ist, muss der Urlaub nicht zu Ende sein.

Sollte eine Kreditkarte einmal verloren gehen, muss eine sofortige Sperrung erfolgen. Dafür lässt sich prinzipiell der Sperrnotruf unter der Rufnummer 0049 116 116 erreichen – jederzeit. Diese Rufnummer ist allerdings nicht kostenlos, was unter Umständen problematisch sein kann. Ist auf einer in Kanada gekauften Prepiad-SIM-Karte kein Guthaben mehr vorhanden, sollte eine der folgenden Nummern gewählt werden, die auch für den Anrufer kostenfreies R-Gespräche erlauben:

– Visa Deutschland: +1 (0) 410 581 9994
– MasterCard (ehemals EuroCard): +1 636 7227 111

Dabei sollten Reisende beachten, dass eine Entsperrung der Karte nicht mehr möglich ist. Sofern sich die Kreditkarte wieder auffindet, bleibt sie unbrauchbar. Bei einigen Kreditkartenanbietern ist die Ausstellung einer neuen Karte auch ins Ausland zulässig, was allerdings mit teils erheblichen Gebühren verbunden ist. Außerdem muss davon ausgegangen werden, dass die Ausstellung und Übermittlung einige Tage in Anspruch nimmt. Wer alleine unterwegs ist, sollte aus diesem Grund nach Möglichkeit eine zweite Kreditkarte mitführen, die unabhängig von der anderen Kreditkarte aufbewahrt wird.

Freunde können Geld schicken

Wenn dennoch alle Zahlungsmittel verloren gegangen sind, bestehen weitere Möglichkeiten, den Urlaub fortführen zu können. Der Zahlungsdienstleister erlaubt einfache, schnelle Transaktionen ins Ausland. Dabei können Freunde oder Verwandte in der Heimat Geld versenden, welches per SWIFT-Zahlung oder Überweisung sofort ausgezahlt wird. In anderen Staaten ist sogar eine Barauszahlung durch Banken oder Postämter Teil des Services. Natürlich kann auch eine konventionelle Banküberweisung beauftragt werden, im internationalen Zahlungsverkehr fallen allerdings hierfür hohe Gebühren an – durchschnittlich müssen mehr als 12 % des Zahlungsbetrages an Gebühren abgeführt werden.

Generalskonsulate oder Botschaft hilft in Notfällen




Als weitere Alternative steht noch die Deutsche Botschaft in Ottawa oder eines der vier Generalskonsulate in Montreal, Toronto oder Vancouver zur Wahl. Hier können im Notfall Überbrückungsahlungen geleistet werden, außerdem lassen sich natürlich neue Dokumente ausstellen – die bei einem Verlust der Kreditkarte häufig mit verloren gehen. Der Urlaub ist damit allerdings beendet, denn beglichen werden nur die direkten Kosten, die im Rahmen einer Rückreise entstehen. Selbst verständlich müssen diese Kosten anschließend auch zurückgezahlt werden. Die Deutsche Post scheidet ebenso aus, wenn es um eine Finanzierung des Urlaubes geht: Zwar gibt es einen Wertbrief, das Versenden von Bargeld ins Ausland wird dennoch ausgeschlossen. Kanada-Reisende sollten also zunächst gut auf die Zahlungsmittel aufpassen – sonst kann der Urlaub ein schnelles Ende finden.

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